Nachdem wir wochenlang auf Regen gewartet hatten, kamen letzte Woche dann tatsächlich einige Liter pro Quadratmeter vom Himmel. Die vorhergesagten Unwetter blieben bei uns aus. Nachdem es am ersten Tag 24mm geregnet hatte, nieselte es die nächsten Tage nur unangenehm vor sich hin. Die unbefestigten Straßen verwandelten sich in Rutschbahnen.

Wir mussten trotzdem kurz nach Colonia fahren. Steffens Brille lag abholbereit beim Optiker. Seit dem bleiben wir zu Hause. Vorräte haben wir genug.
El niño hängt wie ein Damocles-Schwert über allem, seit in den Medien massiv vor diesem Wetterphänomen gewarnt wird.
Die katastrophalen Überschwemmungen in Chile sind genauso ein Thema wie die enormen Schneefälle im Süden von Argentinien. Wintersportler aus der ganzen Welt genießen eine herrliche Winterlandschaft und ausgezeichnete Skibedingungen in Bariloche, während die Andenpässe nach Chile bei Schneehöhen von bis zu mehr als 4 Metern gesperrt sind und hunderte Lastwagenfahrer auf beiden Seiten in ihren Fahrzeugen ausharren müssen. Und das zum Teil schon wochenlang!
In Südbrasilien und im Norden von Uruguay kommen enorme Wassermassen vom Himmel. Viele Flüsse führen Hochwasser. Überschwemmungen in den flachen Gebieten zwingen die Menschen zur Flucht. Um Durazno mussten mehrere hundert Menschen vor den Fluten gerettet werden. Der Grenzfluss Rio Uruguay zwischen Argentinien und Uruguay hat historisch hohe Wasserstände. Das Gebiet Entre Rios ist überschwemmt und muss evakuiert werden. Das Wasser steigt weiter und wird aus den Flussgebieten von Brasilien gespeist. In Misiones und Corrientes im Süden Brasiliens regnet es heftig.
Die uruguayische Regierung ist alarmiert. Der Präsident hat letzte Woche eine Versammlung mit allen Intendenten der einzelnen Verwaltungsbezirke einberufen, um die Lage zu erörtern. Der uruguayische Wetterdienst hat für Mitte August einen massiven Wetterwechsel mit enormen Regenmengen vorhergesagt. Super-El-Niño ist auf dem Weg! Bis Ende 2027 rechnet man mit außergewöhnlichen Regenfällen.
Wir warten mal ab. Da man hier kaum in der Lage ist, ein zuverlässiges Wetterereignis für den nächsten Tag vorherzusagen, werden die nächsten Wochen und Monate sicher spannend.
Momentan haben wir frühlingshaftes Wetter mit angenehmen Temperaturen, allerdings ohne viel Sonne. Das trübe Allerlei setzt sich weiter fort, die nächsten zwei Wochen ist keine Änderung in Sicht.
Und hier soll es sehr heiß werden.
Überall Klimakatastrophen…🌈
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Irgendwie läuft momentan alles aus dem Ruder! Ich habe gerade die Nachrichten von Argentinien vor mir. Da gab es wohl noch nie so viel Schnee! Sogar die Kondore flüchten aus den Anden und die Touristen freuen sich über die seltenen Fotomotive. Noch!
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