
Eigentlich gibt es Pumas in Uruguay nur noch an den Randgebieten der Grenzen zu Brasilien und Argentinien, dort, wo kein Mensch wohnt und die Natur noch weitgehend unberührt ist.
Dass sich ein Puma ins Landesinnere verläuft, ist äußerst selten und dass jetzt eine solche Raubkatze mitten durch ein Wohngebiet im dichtbesiedelten Canelones spaziert, war bisher undenkbar. Und doch sind die Aufnahmen der Überwachungskameras eindeutig. Zweifel ausgeschlossen!

Ob es sich um ein wildes Tier handelt oder der Puma aus einem Gehege ausgebüxt ist, ist bisher nicht bekannt. Das hätte natürlich großen Einfluss auf die Fangmethode. Ist das Tier an Menschen gewohnt, kann man es mit Futter in Form einer großen Fleischportion anlocken und vielleicht in einem Käfig fangen. Handelt es sich aber um ein Wildtier, wird die Sache komplizierter.
Polizei, Veterinäre mit Betäubungsgewehren und Tierschützer sind unterwegs auf der Suche. Die Bevölkerung wurde zur äußersten Vorsicht aufgerufen. Dabei wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, keine eigenständige Jagd auf das Tier aufzunehmen. Pumas stehen unter Schutz und die Jagd ist unter Androhung hoher Strafen verboten.