
Vor 12 Monaten hatte man sich noch gestritten, ob das, was da vom Himmel kommt, tatsächlich Schnee ist. In diesem Jahr gibt es keine Zweifel. Bleibt der weiße Puder doch stellenweise liegen und bringt die Menschen zum Staunen.

In Buenos Aires hüpfen die Leute begeistert im Schneegestöber durch die Straßen. Büsche und Bäume bekommen weiße Hauben und im Badeort Mar del Plata leuchtet der Strand im strahlenden Weiß.
Auf YouTube werden Live-Aufnahmen von heftigem Schneefall in Uruguay hochgeladen. So außergewöhnlich ist der Schnee hier ja wirklich nicht, aber in jedem Winter geraten die Menschen komplett aus dem Häuschen, wenn das weiße Zeug vom Himmel kommt.
Wir erinnern uns: am 13. Juli 1930 fand in Montevideo das Eröffnungsspiel der ersten Fussballweltmeisterschaft statt und auch da war die Hauptstadt weiß gepudert.

Winterreifen gibt es hier allerdings nicht und so gerät manche Autofahrt zur Rutschpartie. Die Temperaturen bewegen sich vor allem in der Nacht unter 0 Grad. In der Provinz Buenos Aires misst man stellenweise -14Grad. Das mag für die Skigebiete in Bariloche noch gehen, aber doch bitte nicht in der Hauptstadt!

Wenn nach einer eisigen Nacht um kurz vor 8 Uhr die Sonne aufgeht, ist die Welt wieder in Ordnung. Tagestemperaturen von etwa 10 Grad, ein wolkenloser blauer Himmel und strahlender Sonnenschein laden dann wieder zum Aufenthalt nach draußen ein. Man sollte sich allerdings warm einpacken, um dem kalten Wind zu trotzen.
Hier noch ein schönes Zitat, das ich im Internet aufschnappte: „Ich dachte, ich kenne die Kälte. Bis ich nach Uruguay kam!“