Immer wieder ein kleines Wunder

Auch im elften Jahr haben die Lämmer für uns nichts von ihrer Faszination verloren.

Gestern Nachmittag kam auf der großen Weide unser erstes Lämmchen der Saison2026 zur Welt. Die Mama schaffte die Geburt problemlos und wartete am Abend auf uns, dass wir sie abholen.

Jeden Abend wird die Herde auf dem Weg ins Nachtgehege gezählt und ich bemerkte bereits, dass ein Schaf fehlte. Wir liefen also runter zur Weide. Es ist wichtig, dass die Schafmama ordentlich gelobt und geknuddelt wird, bevor wir uns um das Lämmchen kümmern. Das stand mit neugierigen Augen daneben und beobachtete die Szene. Die stolze Mama präsentierte uns ihr Baby, dann machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach oben. Ich nahm das Wollknäuel auf den Arm und wollte es tragen. Galt es doch, eine Strecke von gut 200 Metern und eine ordentliche Steigung zu überwinden. Doch das kleine Mädchen strampelte und wollte runter. „Ich schaff das alleine!“ Tapfer marschierte sie neben ihrer Mama in ein kleines Extragehege, wo sie in einem trockenen Unterstand die erste Nacht gemeinsam verbringen konnten.

Es ist einfach faszinierend, wie so ein kleines Tierchen schon kurz nach der Geburt auf vier Beinen steht, die Welt um sich herum betrachtet und voller Energie und Lebensfreude losläuft! Unser Lämmchen von gestern Nachmittag ist forsch und selbstbewusst und wird sich in der Herde behaupten.

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