Schneller als gedacht – schlimmer als befürchtet

Das Palmensterben geht unvermindert weiter. Bisher hat der Kampf gegen den kleinen Rüsselkäfer Picudo rojo keine Wirkung gezeigt.

In einer rasanten Geschwindigkeit sterben nun auch bei uns im Department Colonia die Palmen. Es gibt kaum noch eine Palme, die nicht betroffen ist.

Hochgefährdet ist aktuell die 10 km lange Palmenallee an der Ruta 1 Richtung Colonia del Sacramento. Sie wurde vor etwa 80 Jahren gepflanzt und ist ein Teil des Weltkulturerbes, das in Colonia die Altstadt umfasst und muss genauso geschützt werden, wie die alten Gebäude am Rio de la Plata. Das gelingt leider nicht. Die Allee hat mittlerweile viele Lücken. Da die Palmen direkt an der Fahrbahn stehen, müssen sie, sobald sie absterben und ihre Wedel verlieren, entfernt werden, um den Verkehr nicht zu gefährden.

Eigentlich ist der Käfer ja blöd! Meine Meinung!

Er hat sich auf diese Palmenart, eine kanarische Dattelpalme, spezialisiert und tötet sie im Eiltempo. Wenn in einigen Jahren keine einzige Palme mehr steht, hat er seine Nahrungsgrundlage vernichtet und geht selbst zugrunde! Oder?

Es ist traurig mitanzusehen, wie rundum alle Palmen absterben. Die 10 km lange Palmenallee ist eine der Hauptattraktionen in der Umgebung, die jedem Besucher gezeigt oder empfohlen wird. Wenn die verschwunden ist, wird die Fahrt nach Colonia ziemlich langweilig werden.

2 Gedanken zu “Schneller als gedacht – schlimmer als befürchtet

  1. Irgendwo gab es mal einen Bericht wie da jemand den Käfer „hörte“ per Gerät und dann die Palmen behandelt wurden. Ob das hilft würde ich bezweifeln. Da wird wohl nur der Neuanbau verschiedener Palmen helfen.

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    1. Hallo Dito,
      ja, zu dem Thema wird viel geforscht und ausprobiert. Leider hilft wohl nichts auf Dauer. Letztendlich werden irgendwann Palmen und Käfer verschwunden sein und es gibt Platz für was Neues.

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