Jetzt geht’s den Bienen an den Kragen

Es hat sich wohl ein Bienenschwarm im Dach häuslich niedergelassen. Jahrelang kämpften wir mit den Hinterlassenschaften der Fledermäuse, die zu tausenden im Dach wohnten. Durch die Ritzen in der Holzdecke fiel so allerlei, was wir eigentlich gar nicht haben wollten. Staubsauger, Besen und Schaufel waren im Dauereinsatz. Die Katzen haben dem Ganzen ein Ende bereitet, die Fledermäuse blieben in diesem Jahr aus!

Aber in der Natur wird nichts verschwendet, und Platz schon gleich gar nicht. Im freigewordenen Wohnraum zogen gleich die Bienen ein. Wohlwissend, dass wir sie da oben nicht vertreiben können!

Abwarten!

Täglich werden dutzende Bienen an Wand und Fenster totgeklatscht und zusammengekehrt. Das ist nicht ganz ungefährlich, die sind ziemlich aggressiv, die Biester. Weil sie ja im Haus nichts finden und jämmerlich verdursten und verhungern. Bevor wir abends ins Bett gehen, werden Decke und Kissen ausgeschüttelt und alles akribisch abgesucht. Da die Bienen nicht nachtaktiv sind, haben wir wenigstens da unsere Ruhe. Die Fledermäuse verirrten sich dagegen in der Nacht öfters ins Schlafzimmer und ich musste sie mit dem Kescher einfangen.

Da Bienen im Gegensatz zu den Fledermäusen auf Rauch und Gestank sehr wohl reagieren, versuchen wir es mit den guten alten Räucherkerzen aus Sachsen. Wir haben eine ganze Kiste davon vor Jahren mal geschenkt bekommen. Gegen die Mücken und Bremsen nützen sie nichts, aber vielleicht können wir die Bienen damit verjagen.

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