Japanische Wollmispel – Níspero

Drei unserer Bäume sind mittlerweile groß genug, um Früchte zu tragen und in diesem Jahr sieht die Ernte vielversprechend aus.

Obwohl der Name darauf hindeutet, ist der Nìspero keine Mispel, sondern gehört zur Familie der Kernobst- und Rosengewächse und ist in ganz Südostasien verbreitet.

Mittlerweile wird er auch in Europa angepflanzt. Besonders im Mittelmeerraum und auch in wärmeren Gegenden Deutschlands, entlang des Rheins zum Beispiel. In den letzten Jahren hat sich in den sozialen Netzwerken ein regelrechter Hype entwickelt. Die Früchte und sogar die Blätter sind furchtbar gesund. Vollgestopft mit Vitaminen und Mineralstoffen ist es ein Superfood, wenn man den vielen Lobpreisungen glauben darf.

Es ist auf alle Fälle ein immergrüner Zierbaum, der jeden Park oder Garten schmückt. Er blüht bereits im milden Winter und ist im zeitigen Frühjahr erntereif.

Die unreifen Früchte sind sehr sauer. Richtig reif sind sie erst, wenn sich kleine braune Stellen auf der quittengelben Schale bilden. Man kann sie roh essen oder zu Kompott oder Marmelade verarbeiten. Das ist allerdings etwas mühsam, weil die im Inneren befindlichen Kerne fast die ganze Frucht ausfüllen.

Letztes Jahr haben wir einige Kilo davon geschenkt bekommen, dieses Jahr können wir auf unsere eigene Ernte zurückgreifen. Da die Früchte nicht lagerfähig sind, müssen sie nach der Ernte gleich verarbeitet werden. Ich werde einige Gläser Marmelade daraus kochen.

In Frankfurt am Main gibt es ein beliebtes Getränk als Aperitif oder sogenannter Absacker mit dem Namen Mispelchen. Da schwimmen die Früchte des Nìsperos in Calvados.

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