„Land unter“

Die letzten Tage hat es, vor allem im Norden des Landes, heftig geregnet. Stellenweise 200-300mm in kurzer Zeit. Viele Flüsse sind über die Ufer getreten und überfluten ganze Landstriche.

Über 100 Menschen wurden teils mit schweren Schaufelbaggern aus den Fluten gerettet. 1500 Menschen verließen frühzeitig ihr Zuhause, bevor die Fluten kamen.

Vor allem Bauern mit Kühen und Schafen fiel es schwer, den Campo zu verlassen. Wer nicht früh genug seine Tiere in den Schlachthof brachte, musste zusehen, wie sie ertranken.

Vielerorts ist die Winterernte vernichtet. Straßen sind unpassierbar. Quadratkilometerweise steht in dem topfebenen Gebiet alles unter Wasser.

Auch viele Gemüsebauern sind betroffen. Die Frau unseres Obst- und Gemüsehändlers bereitete uns darauf vor, dass das Angebot in den nächsten Wochen rapide abnehmen und vor allem sehr viel teurer werden würde. Keine guten Aussichten für den kleinen Laden, der eine Familie ernähren muss.

Ab Mitte September werden heftige Regenfälle vorhergesagt, teils 500mm pro Monat!!! Das Wetterphänomen „el niño“ soll voraussichtlich bis in den April hinein wüten. Wir hoffen, dass es nicht soweit kommt. Denn sonst wären die letzten Tage nur ein kleiner Vorgeschmack auf das nächste halbe Jahr gewesen!

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