Verkehrsverstöße in Uruguay, ein teures „Vergnügen“

Bisher gibt es noch kein Punktesystem wie in Deutschland. Es ist aber bereits in Arbeit und Planung und wird zum Jahreswechsel 2026/27 in Kraft treten. So der Plan und die Theorie. Die Praxis warten wie mal ab. Aber es wird, und das ist sicher, für alle, die einen uruguayisches Führerschein besitzen und sich nicht 100% an die Regeln halten, sehr, sehr ungemütlich.

Extrem teuer ist es bereits jetzt schon. Und das gilt nicht nur für uruguayische Autofahrer, sondern für ausländische Touristen gleich mit. Ohne Wenn und Aber.

Es ist also ratsam, sich schon vor der Einreise genauestens mit den hiesigen Verkehrsregeln auseinanderzusetzen. Wer zudem den Bußgeldkatalog studiert, wird bestimmt schneller lernen 😁 kleiner Scherz!

Die Gebühren sind es leider nicht! Hier ein kleiner Auszug:

Geringe Geschwindigkeitsüberschreitung bis 20 km/h kostet etwa 225€.

Überfahren einer roten Ampel 270€.

Geschwindigkeitsübertretung über 30 km/h kostet 540€

Fahren unter Alkoholeinfluss 675€.

Die Gebühren werden nach einem internen Schlüssel monatlich der Inflation angepasst, sodass die obigen Beispiele lediglich eine Momentaufnahme sind.

Nutzt man im dreiwöchigen Urlaub einen Mietwagen und wird an den Küstenstraßen sagen wir mal: fünf mal geblitzt, weil man jedesmal etwa 10km/h zu schnell gefahren ist, das ist im unbekannten Stadtgebiet keine Utopie, kommen 1125€ zusammen. Die Bußgelder sind ans Kennzeichen gebunden. Die Mietwagenfirma wird informiert und diese bucht den Betrag zuzüglich einer saftigen Bearbeitungsgebühr von der hinterlegten Kreditkarte ab. Will man mit seinem Auto über die Straße oder Fähre das Land verlassen, wird hier bei der Grenzkontrolle der Betrag fällig. Will oder kann man nicht bezahlen, kann man an der Ausreise mit dem Fahrzeug gehindert werden.

In den Nachrichten hört man immer wieder von liegengebliebenen Autos, auf deren Kennzeichen Bußgelder mit einem hohen vierstelligen Betrag liegen. Übersteigt die Strafe den Gegenwert des Autos, lassen wohl gerade Argentinier ihr Auto lieber stehen und fahren mit dem Bus nach Hause. Im Ausland kann Uruguay die Strafen nicht eintreiben!

Gerade beim Gebrauchtwagenkauf ist es in Uruguay also zwingend notwendig, sich über die auf dem Kennzeichen liegenden Bußgelder zu erkundigen.

Uruguay ist mit Radarfallen, stationär und mobil, hervorragend ausgestattet. Die Gefahr geblitzt zu werden, ist also relativ hoch. Da die Schilder mit den Geschwindigkeitsschildern manchmal im 100m Takt wechseln, ist der Stress beim Fahren vorprogrammiert! Man guckt beim Fahren mehr auf den Tacho als auf die Straße.

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