Abenteuer : Schafe

5A3CBDC5-7797-4D8B-989A-4157E9FF882ABE677B87-2568-4E95-A27E-C46B03E9B2E47DAAA8FE-1092-4359-9FE9-95A6692882C2D96144CC-BFCB-4A34-80BA-E0F282ADC4EAEinmal im Jahr geht es mit den Schafen richtig rund. War die Schafschur vor zwei Wochen schon eine richtig spannende und anstrengende Angelegenheit, ist das Einfangen und Verkaufen heute noch mal eine schweißtreibende Arbeit gewesen.

Wir wollten heute 20 kastrierte Hammel auf einer Versteigerung verkaufen. Dafür mußten wir die dafür vorgesehenen Tiere vom Rest der Herde trennen. Das ist keine leichte Aufgabe. Gestern Abend, als die Herde von der Weide kam, gelang uns glücklicher Weise, die Ziegen und Lizzy schon vorher einzulassen. Damit waren sie aus den Füßen und wir konnten die gesamte Schafherde in den kleinen Corral locken. Zu zweit die Mutterschafe und Lämmer auszusortieren, gelang uns leider nicht. Also verbrachten alle zusammen die Nacht im Corral . Mit Hilfe unseres Angestellten heute morgen konnten wir dann die für den Verkauf vorgesehenen Tiere schnappen und in den eigens dafür gemieteten Transporter verfrachten.

Für den Tiertransport sind geeignete Transportmöglichkeiten per Gesetz vorgeschrieben, ebenso eine Erlaubnis, die Steffen im Rathaus beantragen musste. Jetzt sind die Männer auf dem Weg zur Remate ( Versteigerung)  und Steffen absolviert seinen ersten Tiertransport.

Wenn alles klappt, sind die Tiere bis heute Abend verkauft und Steffen bringt auch gleich neue Mutterschafe mit. Die Lämmer von diesem Jahr werden dann vor Weihnachten eingefangen und verkauft, bei dieser Gelegenheit bekommt die gesamte Herde auch wieder seine Medizin gegen Parasiten, deren Gabe alle drei Monate nötig ist. Da das Zusammentreiben und Einfangen für die Tiere jedesmal ein ziemlicher Stress ist, versuchen wir das möglichst selten zu machen.

Gestern war ein Wollsammler unterwegs, um die geschorene Wolle von den umliegenden Bauern einzusammeln. Steffen verlud also die Säcke mit unserer Wolle, um sie zum Sammelpunkt zu bringen. Dank der guten Qualität, die wir dieses Jahr hatten, stimmte auch der Preis, den wir dafür bekamen. Unsere ersten ordentlichen Einnahmen, die wir mit der Schafzucht erziehlt  haben !!

Auf dem Acker wird nächste Woche Soja angepflanzt, Steffen ist mit dem Pflügen trotz des widrigen Wetters und einiger Maschinenschäden endlich fertig geworden. Soja wird dann im nächsten Jahr Februar/ März geerntet, dazwischen wird zwei Mal der Futterklee geschnitten, in Pakete verpackt und verkauft. Nach 18 Monaten  Schwerstarbeit , die uns viel Kraft, Schweiß, Geld und Nerven gekostet hat, kommt unser Wirtschafftsbetrieb so langsam in Gang. Zurücklehnen und etwas Ausruhen werden zwar auch in Zukunft Fremdwörter für uns bleiben, aber wenn wir jetzt so langsam voran kommen, ist das für uns schon eine sehr erfreuliche Sache. Während den Kuschelrunden am Abend mit unseren Lieblingstieren und einem anschließenden Spaziergang durch unseren Park tanken wir neue Energie für die nächsten Herausforderungen, die zweifelsohne auf uns warten.

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