

Mein Gartenprojekt Rosen-Rondell sollte eigentlich schon beendet sein. Aber ich komme nur mühsam voran. Der viele Regen macht mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Da ich mit dem Spaten den Rasen ausstechen muß, und vor allem tief genug, daß mir das Unkraut nicht gleich wieder wächst, sollte die Erde einigermaßen trocken sein. Seit über zwei Wochen regnet es fast jeden Tag, immer mal wieder von sonnigen Stunden unterbrochen, die die feuchte Luft aber nur anheizen und nichts abtrocknen. Oft ist es schwül warm und auch der Regen selbst ist nicht kalt, so wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Im Haus ist es kühler als draußen und wir wundern uns immer wieder, wie warm der Regen ist, der da vom Himmel fällt.
Der Fluß ist wieder über die Ufer getreten, das dritte Mal, seit ich aus Deutschland zurück bin. Alles ist patschig und naß. Steffen wartet sehnsüchtig darauf, auf dem Acker mit der Arbeit zu beginnen. Aber daran ist die nächste Zeit nicht zu denken. Er würde mit dem Traktor nur im Boden versinken und steckenbleiben.
Die stoischen Schafe stehen auf der nassen Weide und grasen gemütlich. Sie lassen sich durch das nasse Wetter nicht stören. Bei den Ziegen liegt die Sache etwas anders. Sie mögen den Regen nicht und suchen sich unter den Bäumen ein halbwegs trockenes Plätzchen. Für die Zicklein eine schwere Zeit. Sie liegen am liebsten im trockenen Heu, die Mütter aber zieht es mit der Herde hinaus auf die Weide.