Der Kreislauf des Lebens

Unser treuer Begleiter über die letzten 12 Jahre, mein „Brauner“ , ist heute Morgen gestorben. Er war fast 30 Jahre alt und zum Schluss krebskrank. Seit kurzem hatte er eine Geschwulst am Bauch, die ihm aber glücklicherweise keine großen Beschwerden bereitete. Er war bis gestern Abend den ganzen Tag über mit den Eseln auf der Weide unterwegs, war das Leittier und der Chef vom Campo. Er entschied, wer mit auf der großen Weide grasen durfte und wer nicht. Gestern Abend noch hat er mit den Eseln ums Fressen gestritten. Heute Morgen hat er sich einfach hingelegt und ist gestorben. Einen besseren Tod kann man einem treuen Tier nicht wünschen.

Er bekam einen Grabhügel, Steffen war den ganzen Vormittag mit der Schaufel beschäftigt. Ein Loch zu graben, wäre unmöglich gewesen. Üblicherweise zieht man in Uruguay ein totes Tier mit dem Traktor in irgendeine Ecke oder lässt es einfach liegen. Die Natur kümmert sich dann darum. Das wollten wir unserem „Braunen“ nicht antun. Und uns auch nicht.

Tod und Leben sind dicht beieinander. Heute Abend erblickte ein neues Lämmchen das Licht der Welt. Der Kreislauf des Lebens ist immer in Bewegung.

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