Typisch Uruguay, Land und Leute

Asado ( Grillen ) heißt das Zauberwort. Je größer, desto besser. Fleisch ist Lebenskultur in Uruguay und es vergeht kaum ein Tag ohne Fleischgenuß. Gerade auf dem Land gehört das einfach dazu. Ein Haus ohne gemauerte parilla  ( Grill) ist undenkbar. In Uruguay wird auf Holz gegrillt, doch es gibt verschiedene Arten der Zubereitung. Es gibt Gestelle, da kann man eine ganze Kuh in Schräglage über der Glut garen. Kein Fest, keine Geburtstagsfeier oder einfaches Beisammensein ohne asado !

Auch dort ist Grillen Männersache. Der asador ( Grillmeister ) steht schon Stunden vor dem Essen am Grill, macht das Feuer, legt Holz nach und beobachtet die Glut. Für ein asado brauch man Zeit, und die Uruguayos haben viel Zeit ! Ist das Holz gut durchgeglüht, wird es unter das Fleisch geschoben . Frauen dürfen den Tisch decken , Brot schneiden, eventuell einen Salat bereiten und geduldig warten.

Der Fleischverbrauch ist enorm. Beim asado rechnet man ein Kilo pro Person, Beilagen sind nicht unbedingt nötig . Uruguay hat den höchsten pro Kopf Verbrauch an Fleisch weltweit. Kein Wunder, leben in diesem Land doch mehr Kühe als Menschen.

Gegrillt und gegessen wird alles, was das Tier so hergibt, abgesehen von Fell und Hufen. Chinchulines (Därme ) gehören ebenso dazu wie morcilla ( Blutwurst ) die es neben der klassischen ,uns bekannten Art auch in der süßen Variante mit Rosinen und Mandeln gibt. ( hört sich schlimm an, ist aber auch ganz lecker !) Natürlich gibt es auch lomo ( Filet) und cuadrill , dem genußvollen Fleischesser werden keine Grenzen gesetzt.

Hauptfleischlieferant ist die Kuh. Es kommen aber auch Schafe, seltener Ziegen und Schweine auf den Grill. Lechon ( Spanferkel ) ist ganz was leckeres ( siehe Bilder )

Que aproveche ( guten Appetit )

3 Gedanken zu “Typisch Uruguay, Land und Leute

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