In diesem Jahr haben wir gut geplant und bis jetzt hat auch (fast) alles hervorragend funktioniert. Unsere Schafböcke sollten Hochzeit machen und wir haben für jeden einzelnen die dazu passenden Bräute ausgesucht. Gleichzeitig steht wieder eine Versteigerung im Terminkalender, bei der wir einige Schafe verkaufen müssen, damit der Bestand nicht zu sehr wächst. Über 120 Schafe stehen momentan auf der Weide. Das ist zu viel und so müssen uns 20 Tiere verlassen.
Wir standen also vor der Qual der Wahl, wie jedes Mal, wenn wir uns von Schafen trennen müssen.
Zuallererst haben wir unsere Lieblinge im gebärfähigen Alter ausgesucht und an die Böcke verteilt. Das haben wir nicht an einem Tag gemacht, sondern auf vier aufeinanderfolgenden Tagen, damit wir in die verschiedenen Herden nicht zu große Unruhe hineinbringen. Wir waren mit der ganzen Aktion die gesamte Woche über beschäftigt.
Bei den 18 Kastraten müssen wir uns leider von Sechsen verabschieden, da wir in der Mutterherde wieder 5 kleine kastrierte Lämmer haben, die zu dieser Herde dazu stoßen werden. Der Weideplatz ist begrenzt. Wir haben uns 6 Capones herausgesucht, die nur bedingt oder gar nicht handzahm sind. Von unseren Knuddeltieren können wir uns nicht trennen.

Die 6 Tiere wurden mit einem großen C markiert, damit wir sie am Abholtag einfach aus der Herde fischen können.

Alle hoffentlich trächtigen Schafe bekamen einen roten Punkt auf den Kopf, damit wir sie in fünf Monaten kurz vor dem Geburtstermin separieren können.
Alle anderen zum Verkauf bestimmten Schafe sind nicht zahm und bekamen einen roten Punkt auf den Rücken.
Alle diese bunten Schafe tummeln sich nun in einer Herde, da die Hochzeiten auch beendet sind und sich die Schafböcke nun wieder erholen dürfen.
Eigentlich soll am morgigen Samstag die Remate stattfinden. Da aber sintflutartige Regenfälle vorhergesagt wurden, kann es durchaus sein, dass die Versteigerung um eine Woche verschoben wird. Wir warten noch auf den Bescheid des Veranstalters.