Jetzt geht’s ans Eingemachte

Wir fangen an, die Äste der Bäume zu verfüttern, damit die Schafe neben den trockenen Pellets noch etwas Grünes in den Bauch kriegen.

Bäume haben wir genug.

Bambus auch. Der ist essbar und füllt den Magen.

Den Schafen schmeckt es!

„Wir wollen mehr!“

Auch die Ombú-Bäume sind für die Tiere Leckerbissen, die nun nach und nach verfüttert werden.

Überall auf den Weiden türmen sich die Scheiterhaufen mit den abgefressenen Ästen. Die müssen bis Mai liegenbleiben. Dann dürfen sie, hoffentlich, verbrannt werden, wenn es nicht zu trocken ist.

Der gestrige Regen war ein Tropfen auf den heißen Stein. Kaum der Rede wert. Es verschaffte uns einen freien Tag vom Gießen. Heute Abend war wieder alles staubtrocken. Ab morgen heißt es also wieder: Wasser Marsch!

Das Landwirschaftsministerium weigert sich weiter, eine landwirtschaftliche Krise auszurufen, obwohl der Bauernverband und die Opposition drängen. Man hat den Landwirten großzügig für zwei Monate die steuerlichen Abgaben gestundet und günstige Kredite versprochen. Zudem dürfen Tierhalter ihre Kühe und Pferde ohne bürokratische Hürden in den Straßengräben fressen lassen. Dafür braucht man ansonsten eine kostenpflichtige Genehmigung.

Der Wassermangel ist auch bei den Gemüsebauern angekommen. Die Preise für Gurken, Paprika und Co haben sich in den letzten beiden Wochen verdoppelt bis verdreifacht.

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