Weierhin sehr trocken 😔

Die Trockenheit hat den Süden des Landes weiterhin fest im Griff. Wie es im Rest des Landes aussieht, entzieht sich unseren Kenntnissen. Der Nachrichtensender, aus dem wir unsere Informationen bezogen hatten, wurde abgeschaltet und der verbliebene Sender hält sich mit jeglichen Informationen, sei es Wetter, Wirtschaft ec. sehr zurück. Wir suchen uns also alles von kleinen und Kleinstkanälen im Internet zusammen. Das ist allerdings sehr mühsam und zeitaufwendig.

Die Wettervorhersagen stimmen vorne und hinten nicht, man kann sich gar nicht drauf verlassen. Wir haben drei verschiedene Kanäle mit drei verschiedenen Vorhersagen und letztendlich setzt sich eine vierte Variante, die niemand auf dem Radar hatte, durch und das heißt meist: kein Regen! Seit Anfang Dezember kam kaum ein nennenswerter Schauer vom Himmel und das Land vertrocknet zusehends. Von Daniel erfahren wir einiges aus der Umgebung, er kommt mit seinem Geschäft viel rum. Momentan fährt er täglich tonnenweise Futter aus. Die Viehbauern verfüttern den Wintervorrat, die Weiden sind leergefressen.

Viele Bauern haben im Frühling gar nicht erst ausgesät. Diese Felder liegen brach. Die anderen Felder, die bestellt wurden, sehen mittlerweile so aus, als wären sie alle mit Unkrautex besprüht: vertrocknet, gelb und mickrig. Im Großraum Colonia kann niemand mehr mit einer guten Ernte rechnen. Da hilft auch kein Regen mehr, der, mal wieder, für heute vorhergesagt wurde. Geregnet hat es bisher noch nicht, dafür haben wir schon mal keinen Strom! Der Generator läuft.

Wir kommen in der ganzen Misere ganz gut zurecht. Wir haben ja mittlerweile Routine. Am meisten setzen uns die hohen Temperaturen zu, aber das sollte ja bald ein Ende haben.

Wir gießen weiterhin wie die Weltmeister, die Schafe knabbern am trockenen, übriggebliebenen Gras, werden mit Pellets zugefüttert und freuen sich momentan über die Feigen, Sonnenblumen und die Äste von den Bäumen, die noch frisches, grünes Laub haben und nun für die Tiere abgesägt werden.

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