Nach einer kurzen Verschnaufpause, in der die Temperaturen unter die 30Grad-Marke sanken, es einige Tropfen geregnet hatte und wir lieben Besuch aus Deutschland begrüßen durften, hat uns nun eine weitere Hitzewelle im Griff.
Auf den Feldern vertrocknen Soja und Mais und egal, wohin man kommt: das fehlende Wasser ist wieder das große Thema! Alles ist staubtrocken und Regen ist erst mal nicht in Sicht.
Unser Brunnen mit dem hervorragenden Trinkwasser ist unser größter Schatz. Denn das ist beileibe nicht überall so und selbstverständlich schon gleich gar nicht! Das war uns in diesem Ausmaß nicht bewusst. Denn nicht jeder gebohrte Brunnen liefert einwandfreies Trinkwasser. Je nach Gegend können unterschiedliche Ursachen, wie eine erhöhte Mineralienansammlung, Keime oder Pestizide, das Wasser verunreinigen. Oft wird das Brunnenwasser nur als Brauchwasser genutzt und zum Trinken und Kochen muss Wasser in Flaschen abgefüllt gekauft werden. Das Wasser, das in den Dörfern und Städten aus der Leitung kommt, ist als Trinkwasser definitiv nicht geeignet. In Tarariras ist das Wasser zur Zeit wohl so schlecht, dass man damit nicht mal die Haare waschen kann!
Es ist also schon ein Privileg, sauberes Trinkwasser aus dem Brunnen zu bekommen. Und wir brauchen zur Zeit viel Wasser! Die Tiere haben ordentlichen Durst und trinken zusammen fast 600 Liter täglich. Da sind wir über unsere neuen Leitungen froh, die mittlerweile über den ganzen Campo laufen. Hahn auf und Wasser marsch!
Auch der Park, das Obst und Gemüse verschlingen Unmengen an Wasser. Am Vormittag sind wir zu zweit am Gießen und Wasser verteilen. Wenn gegen Mittag die Hitze unerträglich wird, zwischen 34 und 38 Grad, verziehen sich Mensch und Tier in den Schatten. Jede Bewegung ist eine zu viel!

Wir haben nun viel Zeit und die verbringen wir auch gerne mit unseren Tieren.

Ein schattiges Plätzchen ist schnell gefunden und gerade die Schafe genießen die vermehrte Aufmerksamkeit. Da wird gekrault und geknuddelt und am Liebsten hätten sie es, wenn wir den ganzen Tag mit auf der Weide verbringen würden.
Wenn am Abend das Tagwerk erledigt ist, gönnen wir uns einen kühlen Schluck in unserem Biergarten.

Statt unter Kastanien- sitzen wir gemütlich unter den Feigenbäumen.
