Gottesanbeterin

Wie Geschöpfe aus einer anderen Welt sehen sie aus. Gottesanbeterinnen gehören zu den Fangschrecken. Der wissenschaftliche Name ist : Mantodea

Man findet sie weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten in einer großen Artenvielfalt. Es gibt sie in winzigklein, nur einige Millimeter groß, und recht große Exemplare von 10-15 cm. Oft sind sie an ihre Umgebung perfekt angepasst und fast unsichtbar, wenn sie sich lautlos im Blattwerk bewegen.

Bekannt sind Gottesanbeterinnen durch ihren sexuellen Kannibalismus. Auch wenn man sie selten zu Gesicht bekommt, kennt man doch die Geschichten, dass das Weibchen ihren Partner nach der Paarung verspeist. Das kommt nicht immer, aber doch ziemlich häufig vor.

Die Gottesanbeterin ernährt sich von kleinen Insekten. Ameisen gehören leider nicht auf ihren Speiseplan, sonst würde ich sie in großem Stil züchten!

Bei uns im Park sind sie relativ häufig zu finden, wobei sie in unterschiedlichen Arten vertreten sind. Grasgrüne und hellbraune, die an vertrocknete Stöckchen erinnern, tummeln sich im Gebüsch und vorzugsweise in den Rosensträuchern. Sie verharren oft stundenlang völlig bewegungslos unter einem Blatt oder an einem Ast, bis ich mit dem Wasserschlauch komme und meine Rosen gieße. Dann kommt Bewegung ins Blattwerk und die Gottesanbeterin bewegt sich in Zeitlupentempo, einem Faultier gleich, in trockenere Gefilde.

Einer Legende nach soll ein asiatischer Mönch vor vielen hundert Jahren einen Kung Fu Stil nach den Bewegungen der Gottesanbeterin entwickelt haben.

Der Name kommt daher, dass das Insekt oft die Vorderarme wie zum Beten vor den Oberkörper hält.

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