
Die handgroßen, wunderschönen Blüten erinnern an Orchideen. Die subtropische Art ist auch in Uruguay heimisch und wird hier pata de vaca genannt.

Der Name leitet sich ab von der Form der Blätter, die entfernt an einen Kuhfuß erinnern. Blätter und Blüten sind essbar. Das wissen auch unsere Schafe und lassen sich das Laub gerne schmecken. Die Blüten verwelken leider nach einigen Stunden und fallen zu Boden. Im Verwesungsprozess entwickeln sie einen herrlichen Duft nach süßem Kuchenteig. Während der Blütezeit riecht es im Park wie in einer Konditorei.

Unsere Kolibris lieben die Blüten. Das kleine grüne Kerlchen in der Bildmitte ist kaum zu erkennen. Sie fliegen so blitzschnell, dass man sie schwer fotografieren kann.

Die Blüten gibt es nicht nur in weiß, obwohl diese Art in Uruguay am verbreitesten ist. Man findet sie in Afrika, Asien und Südamerika in allen rosafarbenen Tönen und sogar in gelb. In Europa sind sie als Kübelpflanzen in Gärten und Parks sehr beliebt, da sie nur bedingt winterhart sind und einen Frostschutz benötigen.
Die Bäume gehören zur Familie der Hülsenfrüchte. Die Samen werden von Vögeln gerne gefressen und in der Umgebung verteilt. So breitet sich der pata de vaca auch bei uns aus und wir finden im Park immer wieder kleine Bäumchen, die wir an geeigneter Stelle einpflanzen. Wir finden, von dem Bäumen kann man nicht genug haben, sie sind einfach wunderschön! Auf den Schafweiden breiten sie sich nicht aus. Dort werden sie sofort gefressen.

In einer Gärtnerei haben wir ein rosablühendes Exemplar ergattern können. Die Blätter sind viel größer als bei der wildwachsenden Variante. Die ganze Pflanze macht einen stärkeren und kräftigeren Eindruck. Geblüht hat sie bis jetzt noch nicht. Ich suche täglich nach Blütenansätzen und bin schon ganz gespannt darauf!