Heute werden die Schafe geschoren

Die Temperaturen steigen, teilweise über 30 Grad, und es wird Zeit, dass die Schafe ihre dicke Wolle loswerden. Da der Scherer sich lange nicht gemeldet hatte, fragte Steffen am Mittwochnachmittag nach, wann wir denn mit seinem Kommen rechnen können. „Morgen,“ lautete die Antwort!

Prima! Etwas kurzfristig, aber besser so, als noch länger warten.

Das Desinfektionsbad wurde mit Wasser gefüllt. Das dauerte einige Stunden. Alle anderen Vorbereitungen waren schnell erledigt, sie sind Routine, da müssen wir nicht lange nachdenken. Da wir die Schafe auf unterschiedliche Weiden verteilt hatten, mussten sie gestern Abend noch umziehen, um möglichst nahe am Scherplatz zu sein. So konnte heute Morgen reibungslos eine Herde nach der anderen geschoren werden und es kam zu keinem Stau, der nur Zeit kostet.

Der Scherer und sein Gehilfe kamen schon gestern Abend bei uns an. Sie verbrachten die Nacht draußen bei den Schafen, eine vollständige Campingausrüstung hatten sie dabei. So konnten sie heute Morgen bereits um 6 Uhr mit ihrer Arbeit beginnen.

Die Stromgesellschaft teilte uns schon vor einigen Tagen mit, dass heute wieder der Strom für 8 Stunden abgestellt wird. Bei 32 Grad eine tolle Idee. Da wird wohl der Generator wieder zum Einsatz kommen müssen!

Gleich ist es geschafft

Um 9 Uhr war bereits die Hälfte der Schafe geschoren und gebadet. Der Generator tuckert gemütlich vor sich hin, die Schermaschinen brauchen nicht viel Strom. Nach einer kurzen Pause geht es bis zum Mittag weiter. Dann gibt es für die Scherer und uns Gulasch mit Spätzle, der Tiefkühltruhe sei Dank. Bei solch kurzfristigen und arbeitsintensiven Aktionen bin ich froh, einen ordentlichen Vorrat zu haben.

Warten auf den großen Moment

Bis zum frühen Nachmittag sollten wir es dann geschafft haben. Die geschorenen und gebadeten Schafe trocknen in der Sonne und im leichten Wind. Für heute sind wieder 32 Grad vorhergesagt.

Da fällt eine Menge Wolle an

Bereits um 13 Uhr waren alle Schafe geschoren. Nachdem wieder Ordnung herrschte, saßen wir noch gemütlich beim Mittagessen zusammen, bevor sich der Scherer auf den Weg zur nächsten Schafherde machte.

Der Strom war den ganzen Tag abgeschaltet, bis 16 Uhr sollte das gehen. Wir hatten allerdings erst am Abend um 20.30h wieder Licht! Bis dahin lief aufgrund der hohen Temperaturen der Generator fast pausenlos!

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