Trübe Aussichten

Nach einem schönen Sonnenaufgang gestern früh trübte sich der Himmel immer mehr ein und die Sonne verschwand hinter einem leicht graugelben Schleier. Zudem wehte ein starker Wind aus Südwesten, was den Aufenthalt im Freien ziemlich unangenehm machte.

Ich nutzte die Gunst der Stunde. Der Wind blies so stark, dass die Bienen heute keine Gefahr darstellten. Also mähte und säuberte ich die Abschnitte rund um die Ombú-Bäume. Steffen machte sich nach dem Frühstück auf den Weg nach Montevideo zur Botschaft.

Stündlich zog sich der Himmel weiter zu. Die Sichtweite verringerte sich erstaunlich schnell, so dass ich bald nur noch 1-2 km in die Ferne gucken konnte. Zuerst vermutete ich ein Feuer. Aber es fehlte der Geruch und die Trübung war zu gleichmäßig über den Himmel verteilt. Einzelne Rauchwolken konnte ich keine ausmachen.

Von unterwegs schickte Steffen ein Foto aus dem Bus heraus. Auch Montevideo lag unter einer dichten Dunstglocke, die die Sonne kaum durchbrechen konnte. Er hatte das Foto in seinen Status gestellt. Kurz darauf meldete sich eine Bekannte aus Maldonado, an der Atlantikküste: bei uns sieht es genauso aus!

Also waren weite Teile des Landes betroffen.

Staubwolke überzieht Uruguay

Die Erklärung für das Phänomen brachten dann die Abendnachrichten: Eine riesige Staubwolke aus Patagonien kommend, überzog fast das ganze Land und trübte teilweise die Sicht ganz erheblich ein.

Ähnlich wie Deutschland manchmal vom Saharasand überzogen wird, der Autos und Hausdächer in eine feine Staubschicht hüllt, kam bei uns der Staub aus dem etwa 2000km entfernten Patagonien, an der Grenze zwischen Argentinien und Chile gelegen.

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