Wetter-Update und die erste Fußballweltmeisterschaft

Der Winter hat das Land fest im Griff! Da die meisten Häuser auf kalte Temperaturen nicht eingerichtet sind, ist der Winter jedes Jahr eine enorme Herausforderung für die Bevölkerung.

Gestern fegte ein eisiger Sturm über das Land, mit Windböen bis zu 110km/h. Die aufgepeitschten Wellen des Rio de la Plata und auch das Wasser an der Atlantikküste schwappte bis auf die Straßen, die an der Küste entlang führen. Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgedeckt. In einigen Regionen rieselte leise der Schnee, vor allem im Raum Colonia und im Stadtgebiet von Buenos Aires.

Die Zahl der Obdachlosen im Land hat die letzten Jahre enorm zugenommen. Im Sommer weniger ein Problem, jetzt im Winter besteht Lebensgefahr! Allein in den letzten zwei Tagen sind fünf Menschen erfroren, die Regierung ist alarmiert und bietet für die Nacht Unterkünfte an. Da ein Großteil der Menschen auf der Straße diese Hilfe nicht annehmen will, sind sie den tiefen Temperaturen ausgeliefert. U-Bahn-Schächte, in denen man Schutz suchen kann, gibt es nicht. Nicht mal Brücken, unter die man sich verkriechen kann. Gestern hat die Regierung nun den Notstand mit Alarmstufe rot ausgerufen, um die Obdachlosen gegebenenfalls mit Polizeigewalt von der Straße zu holen und somit den Erfrierungstod zu verhindern.

Schnee ist in Uruguay keine Seltenheit. Ski- und Schlittenfahren kann man natürlich nicht, aber hin und wieder rieseln auch hier die weißen Flocken vom Himmel. Und das ist kein neues Phänomen. Am Eröffnungstag der ersten Fußballweltmeisterschaft 1930 in Montevideo schneite es heftig. Eine Tortur für Spieler und Zuschauer!

Diese Internetseite kann ich nur wärmstens empfehlen. Sie ist auch für Nichtfussballfans ein Genuss zum Lesen.

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