Gestern in den Abendnachrichten wurde von einigen Dörfern berichtet, die seit Weihnachten kaum oder gar kein Wasser haben. Beschwerden an den nationalen Wasserversorger brachten keine Besserung, sodass sich die Bewohner schließlich ans Fernsehen wandten. Als das Kamerateam anrückte, kamen dann auch die Tankwagen vom Wasserwerk und brachten „Trinkwasser“. Daraufhin schnaubte eine Frau ins Mikrofon: „Trinken kann man das Zeug doch schon lange nicht mehr!“
Ein Verantwortlicher des Wasserwerks ließ sich dann auch noch gut gelaunt interviewen und meinte lapidar, das sei doch im Sommer normal. Er verstünde die Aufregung nicht!
————
Seit dem Frühstück hatten wir immer wieder Stromschwankungen. Ständig flackerte das Licht. Beim Mittagessen saßen wir dann im Dunkeln. Der Strom war komplett ausgefallen!
Seit Jahren steigen die Verkäufe von Klimaanlagen, laut letzter Volkszählung haben sich die Geräte in den Haushalten in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Die Stromleitungen wurden vor Jahrzehnten verlegt, aber nie erneuert oder ausgebaut. Und so kommt es immer wieder und immer öfter gerade an sehr heißen Tagen zu Stromausfällen. Das Netz ist wohl überlastet. Es kann aber auch sein, dass bei dem heftigen Wind, der momentan weht, irgendwo ein Strommast umgefallen ist.
Wir werden unseren Generator in Betrieb nehmen. Die Tiefkühltruhen brauchen Strom und die Pumpe für den Wassertank ebenso. Wir haben schon den ganzen Vormittag gegossen. Heute Nachmittag geht es weiter.
Nachtrag: ab etwa 18 Uhr funktionierte das Stromnetz wieder.