
Wir haben unsere Orangerie um zwei weitere Exemplare erweitert. In einer Gärtnerei an der Atlantikküste haben wir im Internet Blutorangen und rosa Grapefruit entdeckt und sofort bestellt. Die zwei Bäumchen wurden mit dem Bus verschickt. Die Post benutzt hier kaum jemand. Der Versand mit dem Bus geht schnell und zuverlässig und so konnten wir das Paket am Donnerstag, als wir zum Einkaufen sowieso in Tarariras waren, im Büro der Busstation abholen.

Unser steiniger Boden ist für jede Pflanze eine Herausforderung. Damit die Obstbäume, die Rosen und das Gemüse trotzdem gedeihen, bekommen sie im Frühling vor dem Austrieb eine Portion guten Dünger. Wir haben lange ausprobiert, was den Pflanzen gut tut und haben vor zwei Jahren das Passende gefunden. Auch der Dünger wird im Internet bestellt und wurde bisher wie alles Andere mit dem Bus geliefert. In diesem Jahr gab es eine Überraschung. Ein Lieferant brachte uns das Paket eine Abends bis an die Haustür. Als er sich telefonisch meldete, haben wir ihm gesagt, dass wir weit draußen wohnen. Aber kein Problem: er kam vorbei. Dank GPS-Daten hat er uns gleich gefunden. Die Kommunikation in Uruguay erfolgt fast ausschließlich über WhatsApp, das Netz funktioniert auch draußen auf den Feldwegen. So kann man den Standort am bequemsten mitteilen.

Jetzt im Winter wachsen das Gemüse und Salat am Besten! Die Luft ist feucht, das Licht der Sonne nicht so grell und die Frostgefahr ist in den allermeisten Gebieten nicht sonderlich hoch. Da wir doch regelmäßig Frost bis zu -5 Grad haben, wächst bei uns der Salat gut geschützt im Hochbeet. Auch Spinat und Rosenkohl gedeihen prächtig. Zwei der vier Hochbeete sind momentan bepflanzt, sodass wir auch mit frischem Schnittlauch und Petersilie das ganze Jahr über versorgt sind.