Wir bekamen am vergangenen Donnerstag ganz unverhofft Besuch aus Deutschland und haben im Rahmen einer Besichtigungstour wieder den erst vor einigen Wochen entdeckten Tierpark besucht.

Vier große Reisebusse standen am Eingang. Verschiedene Schülergruppen haben einen Ausflug gemacht. Als wir kamen, hatten sich leider fast alle Tiere in den Schatten zur Ruhe zurückgezogen. Verständlich!
Eine Ñandu-Mutter mit ihren beiden Jungen und ein Carpincho waren die einzigen Tiere, die noch Interesse an uns hatten. Immerhin konnte unser Besucher diese typisch uruguayischen Tiere ganz aus der Nähe betrachten und auch das Wasserschwein ließ sich noch anfassen. Zwei Tierarten, die auf den Münzen von Uruguay vertreten sind.

Ich habe leider nur noch ein 2peso Stück im Geldbeutel, kann aber mal anfangen zu sammeln und in einem Beitrag alle Münzen vorstellen.
Ja, das war es dann schon mit dem Zoobesuch, alle anderen Tiere hatten sich nach dem Ansturm der Kinder versteckt.
Die Fische und Schildkröten im Aquarium waren dagegen noch munter und schwammen im Wasser ihre Bahnen. In diesem unterirdischen Gewölbe kann man eine alte Kanone besichtigen:

„Nicht anlehnen“ steht auf dem Schild. Das war etwas unglücklich, weil ich die Erklärungen, die an der Wand hingen, gerne gelesen hätte.
1752 ist das spanische Schiff mit dem schönen Namen „Unsere Dame des Lichts“ in einem heftigen Sturm nur wenige Meter vom Strand vor Montevideo gesunken. Das Passagierschiff soll Goldmünzen im Wert von 150 Millionen Dollar an Bord gehabt haben.

Am 10. April 1992 wurden von Schatzsuchern und Marineexperten drei Kanonen und eine chilenische Goldmünze aus dem Jahr 1751 geborgen.
Das ist eine interessante Geschichte. Leider konnte ich darüber nicht mehr erfahren. Was ist damals mit den Passagieren und der Besatzung geschehen? Wurde der Goldschatz gefunden? Was ist von dem Schiffswrack noch erhalten?
In den Tiefen des atlantischen Ozeans entlang der Küste Uruguays liegen unzählige gesunkene Schiffe aus vergangenen Zeiten.

In Punta del este gibt es ein „Museo del mar“. Hier kann man alles über die Seefahrt, die Schiffe, die Piraten und gesunkene Schätze erfahren. Leider ist das etwas zu weit von uns entfernt.