Was macht eigentlich das Wetter in Uruguay?

Die schlimme Dürre liegt hinter uns!

Seit Anfang August hat es hier bei uns ausreichend geregnet, die Böden sind feucht und einige Tümpel mit Wasser gefüllt. Die Pflanzen danken es mit einem gewaltigen Wachstum. Alle Obstbäume treiben aus, blühen und gedeihen. Die Wiesen sind grün, das Gras wächst noch zögerlich, aber es wächst. Es ist nun wieder mehr als 12 Stunden hell, das tut Mensch, Tier und Pflanzen gut.

Dem Gemüse in den Beeten kann man beim Wachsen zusehen. Wir haben den ersten Salat geerntet, bald sind die Karotten an der Reihe. Süßkartoffeln und Kartoffeln in den Hochbeeten haben schon ausgetrieben, ich habe sie dieses Jahr das erste Mal gepflanzt. Wenn das gut klappt (und danach sieht es aus), ist das ausbaufähig. Wir haben genug Platz für weitere Hochbeete, in denen das Jahr über der Stallmist von Hasen und Hühnern gesammelt wird. Als Zwischenlage kommt Rasenschnitt dazu, der ja bei uns nicht aus Gras, sondern vielen Sorten Unkraut, Disteln und allerlei anderem Gewächs besteht.

Bei den Schafen auf der Weide haben wir die Zufütterung eingestellt, nur die Mütter, die ihre Lämmer säugen, bekommen noch etwas Zusatzfutter. Auch die Esel und das Pferd bekommen weiterhin ihre Ration, da das Gras noch sehr kurz ist und den Hunger der großen Tiere nicht stillt.

In Montevideo wurde der Wassernotstand zwischenzeitlich aufgehoben. Die Wasserqualität hat sich auch wieder gebessert, der Stausee ist gut gefüllt.

Jetzt droht er überzulaufen! Vor einigen Tagen gab es in Südbrasilien, an der Grenze zu Uruguay, einen verheerenden Zyklon, bei dem mehr als 50 Menschen ihr Leben verloren. Weite Landstriche stehen unter Wasser, nicht nur Menschen, auch tausende Tiere wurden getötet, Infrastruktur zerstört.Nun suchen sich die Wassermassen ihren Weg in den Flüssen Richtung Süden. In Uruguay wurden Siedlungen evakuiert.

Der Frühling hat ausreichend Wasser im Gepäck, in einigen Gegenden eher zu viel, und die Prognosen für die nächsten Monate sehen vielversprechend aus!

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