Die ersten Mauern sind schon fertig !

Die „chinesische Mauer“ am Asia-Garden ist vollendet. Als Abschluss bekam sie oben kleine Zinnen. Der dicke Buddha kann nun bei Sonnenaufgang im Schatten sitzen und gemütlich vor sich hin grinsen.

Auch die letzte Mauer, die den Burghof nun komplett einschließt, ist fertig. Für die beiden Pfosten habe ich mir ganz besondere Kunstwerke ausgedacht. Das wird allerdings noch eine Weile brauchen, bis die fertiggestellt sind.
Denn die Mauern sind ja nicht die einzige Arbeit, die den Tag über so anfällt.

Nach dem die Tiere versorgt und auf der Weide sind und wir gefrühstückt haben, geht es auf zur Feldarbeit. Seit nunmehr sechs Jahren sind wir ständig am Säubern. Steffen sticht unermüdlich seine Disteln aus. Langsam haben wir alles im Griff. Einige Tausend Quadratmeter sind schon völlig vom Buschwerk befreit. Es ist kein englischer Rasen, aber wir gewinnen immer mehr an schöner freier Weidefläche, die von den Schafen dankbar angenommen wird.

So sieht die Weide aus, wenn wir mit ihr fertig sind!!
Wenn fast alles weg ist, stehen zum Schluss nur noch diese blöden Büsche im Weg, die kein Tier fressen will und die sich daher ungehemmt ausbreiten können.

Und eben diese Büsche werden momentan in Handarbeit entfernt; heißt: sie werden ausgerupft und ausgerissen. Sie haben relativ flache Wurzeln und lassen sich mit einiger Kraftanstrengung ganz gut entfernen. Wenn die Wurzeln mit erwischt werden, steht die Chance gut, dass sie nicht erneut austreiben. Anfangs haben wir sie mit der Elektro-Sense abgeschnitten, sie wucherten danach nur um so mehr.
Unsere Arbeitszeit ist ziemlich straff organisiert: eine Stunde dies, eine Stunde das. Wenn viel verschiedene Arbeit anfällt, hab ich auch mal die Eieruhr in der Jackentasche, damit ich die Zeit nicht aus den Augen verliere. Nach einer Stunde Rupfen ist Schluss! Schon zum Selbstschutz, um den Rücken zu schonen. Wenn ich es übertreibe und mich am nächsten Tag nicht mehr bewegen kann, hab ich auch nichts gewonnen. Also alles schön der Reihe nach, das Bewegungsmuster ändern und den Rechen zur Hand nehmen. Danach kommt die Gartenschere dran, um die Hecken zu stutzen, und, und, und.
Am Mittwoch war wieder Impftag für die Schafe. Wie haben dieses Mal auf Daniels Hilfe verzichtet, der ja immer am Samstagvormittag für vier Stunden kommt. Am Morgen sind die Schafe vom Tau nass, das ist dann eine ziemlich glitschige und unangenehme Angelegenheit. Wir haben also bis zum Nachmittag gewartet, bis alle Schäfchen von der Sonne wieder getrocknet waren und haben dann routiniert in zweieinhalb Stunden die ganze Herde von 107 Tieren durchgeimpft.
So vergehen die Tage wie im Flug. Nach getaner Arbeit genehmigen wir uns gerne zum Feierabend ein Glas Bier. Da es momentan aber ziemlich frisch wird, sobald die Sonne am Abend verschwunden ist, durfte es am Mittwoch dann mal ein Glühwein sein.
Man gönnt sich ja sonst nichts 😁