1. Etappe

Heute Morgen pünktlich um 10.00 Uhr ging es los. Wir wandten uns nach rechts, hinunter zum Fluss. Nach 500 Metern erreichten wir „unsere“ Brücke, oder das, was davon noch übrig ist.

Seit vergangenen Mittwoch ist ein Trupp Bauarbeiter am Werk, die marode Brücke wieder in Ordnung zu bringen.

Es ist mehr ein Flickwerk, aber wenn wir danach wieder unbesorgt darüber fahren können, sind wir zufrieden.

Die gesamte Straße ist aufgrund der Bauarbeiten gesperrt und wir genießen jetzt am Wochenende eine himmlische Ruhe. Unter der Woche hallt der Lärm der großen Baumaschinen bis zu uns nach oben.

Die Bauarbeiter lagern ihr Gerät über Nacht und jetzt über das arbeitsfreie Wochenende bei uns auf dem Grundstück, damit sie nicht immer alles hin und her transportieren müssen.

Der Zement wird trocken im Galpon gelagert, die Herren haben sich gut ausgebreitet.

Die Woche über haben sie freien Zugang zum Grundstück und die Bauarbeiter sind voll des Lobes über unseren Park. So sehr, dass es fast schon peinlich ist. Aber solange sie keine Besuchergruppen durchschleusen und nur ihren Señoras von dem herrlichen Garten erzählen, soll uns das recht sein.

Es war ziemlich kalt heute Morgen und wir marschierten in einem strammen Schritt. Die Sonne ließ sich nur selten blicken. Aber die Vögel zwitscherten in den Büschen am Wegesrand und die Meerschweinchen wuselten unten im Gestrüpp umher. Blitzschnell flitzten sie über den Weg, wenn sie uns kommen hörten und verschwanden im Unterholz. Wir kamen auch an einigen Kuhherden vorbei. Die Rindviecher grasten gemütlich und glotzten uns fragend an, wenn wir an ihnen vorbei marschierten. Zweibeiner zu Fuß sind hier eine sehr seltene Spezies, die es genau zu beobachten galt.

Nach genau 5 Stunden hatten wir die Runde beendet. Um 15.00 Uhr waren wir wieder zu Hause. Ziemlich durchgefroren allerdings. Ein heißer Kakao brachte wieder Leben in die kalten Knochen!

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