
Es gab Zoff in der Männer-WG !
Octavio ist mittlerweile etwa 7 Jahre alt, sein Busenfreund Luzifer 5 Jahre. Die beiden Schafböcke haben sich von Anfang an gut verstanden und sind unzertrennlich. Es ist unmöglich, die beiden zu trennen, selbst beim Scheren stehen sie, zum Verdruss des Scherers, beieinander und passen auf, das dem Freund nichts passiert.
Unsere beiden Jünglinge Philipp (2 Jahre) und Pittiplatsch ( 1 Jahr) sind auch handzahm, ehemalige Flaschenlämmer und sehr umgänglich. Da lag es natürlich nahe, die vier zusammen auf eine Weide zu stecken.
Die ersten Wochen ging auch alles gut, solange sich alle dem Chef Octavio unterordneten. Aber wie das nun einmal ist mit dem jungen Gemüse: auch Schafe haben ihre Sturm- und Drangzeit, von der Pubertät ganz zu schweigen. Philipp, mit zwei wehrhaften Hörnen ausgestattet, probte den Aufstand. Er ist jung und stark und Dank seiner „Bewaffnung“ hatten die beiden Alten keine Chance! Nach einer Woche sahen wir uns gezwungen, einzugreifen, bevor er seinen Erzeuger und den lieben Onkel ganz kaputt macht. Die beiden hatten schwere Wunden am Kopf und im Gesicht und diese mussten dringend versorgt werden. Also bekamen die zwei jungen Böcke ein eigenes Gehege. Jetzt herrscht wieder Ruhe, jedes Tier grast gemütlich vor sich hin und die Verletzungen, die Anfangs täglich behandelt werden mussten, heilen nun auch.
Vier Schafböcke sind das absolute Maximum. Unsere 13 kleinen Böckchen vom letzten Jahr konnten wir auf keinen Fall behalten. Sie waren inzwischen 9 Monate alt und standen am Anfang der Geschlechtsreife. Auch sie bildeten eine eigene Herde, erste Rivalitäten machten sich bemerkbar. Es gelang uns, trotz Corona-Einschränkungen einen Interessenten zu finden. Letzte Woche haben wir sie verkauft. Es fiel uns sehr schwer. 7 waren ehemalige Flaschenlämmer, sehr anhänglich und verschmust. Und auch die anderen waren inzwischen handzahm geworden. Jeden Abend, wenn sie von der Weide kamen, gab es erst einmal Streicheleinheiten.