Philipp – der Dritte im Bunde

Octavio und Luzifer, unsere beiden Zuchtböcke, sind ja schon des Öfteren erwähnt worden. Nun haben wir noch ein drittes Böcklein dazu geholt : Philipp, unser erstes Flaschenlamm! Philipp ist jetzt 15 Monate alt. Vor einem Jahr hielt er mit mir noch seinen Mittagsschlaf auf dem Sofa und trank begierig seine Milchflasche. Jetzt ist er schon ein kleiner Halbstarker und wir mussten ihn aus der Herde herausnehmen. Sein neues Zuhause hat er bei seinem Papa Octavio und Luzifer auf der separaten Weide bekommen. Die drei verstehen sich bisher prima, der Kleine ordnet sich unter.

Das Besondere an Philipp sind seine Hörner! Bei ihm kam eine alte, wilde Rasse zum Vorschein, die wir gerne behalten und weiter züchten möchten. Ob sich die Hörner an den Nachwuchs weiter vererben, wird sich zeigen. Durch die Zucht sind über viele Jahre die Hörner bei Schafen verschwunden. Sei es aus ästhetischen Gründen oder aus Sicherheitsgründen. Natürlich ist das Verletzungsrisiko größer, wenn man von einem hörnerbewaffneten, in Rage geratenem Bock angegriffen wird.

Aber er sieht einfach wunderschön aus aus mit seinen Hörnern, unser Philipp und er ist ein herzallerliebstes Böckchen.

Wir haben überhaupt keine Probleme mit unseren Böcken, entgegen der allgemeinen Meinung, sie seien gefährlich. Octavio und Luzifer sind keine Handaufzuchten von uns. Wir haben beide dazu gekauft und sie waren alles andere als zahm! Mit viel Liebe und Geduld haben wir sie an uns gewöhnt. Heute lassen sie sich streicheln und fressen uns aus der Hand. Es ist für uns kein Problem, auch alleine ihr Gehege zu betreten, sie begegnen uns auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt kommen wir sehr gut miteinander aus. Octavio ist auf Steffen fixiert, Philipp ist mein Baby. Alle zusammen sind wir ein gutes Team.

Um Inzucht einigermaßen zu vermeiden, haben wir nun drei Böcke, auch wenn zwei davon Vater und Sohn sind. Mitte nächsten Jahres kommt noch ein Sohn von Luzifer dazu. Pipiplatsch ist fünf Monate alt, aber schon jetzt enorm groß und kräftig; ideale Voraussetzungen. Die Zukunft unserer Schafherde sollte gesichert sein.

Philipp ist bisher das einzige Schaf mit Hörnern. Octavio hat merkwürdigerweise nur ein Horn in der Stirnmitte; ein „Einhorn“ , welches aber nicht ordentlich ausgebildet ist. Das Horn ist nicht hart, eher weich wie ein Knorpel, löst sich ständig ab und ist dann oft eine Wunde, die schlecht heilt und versorgt werden muss. Was dem Hasenfuß natürlich gar nicht gefällt und der einzige Zankapfel zwischen uns ist. Da wird der Bock dann auch mal bockig!!!!!

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