Expo – Prado 2017

IMG_2416IMG_2386IMG_2371Landwirtschafts – Messe in Montevideo

Hier werden die schönsten Tiere Uruguay’s prämiert. Während der 14 Tage dauerenden Veranstaltung werden Rassepferde vorgestellt, deren Verkaufspreise alle Grenzen sprengen. Aber auch die schönsten Kühe, Ziegen und Schafe bekommen einen Preis, nachdem sie von ihren Besitzern ordentlich präsentiert wurden. Wir dachten immer, unser Octavio sei ein dicker Vertreter seiner Rasse, aber hier wurden Schafböcke vorgestellt, deren Lebendgewicht bei  etwa 160 kg liegt, die also das dpppelte von unsrem Dickerchen auf die Waage bringen. Das sind keine Schafe mehr, das sind reinste Monster, aber so lieb und folgsam, daß man nur staunen kann. Daneben wurden Hühner und Hasen gezeigt und natürlich alles andere, was mit Landwirtschaft zu tun hat. Maschinen, allerlei Zubehör wie Zäune, Saatgut, Pflanzen und vieles mehr.

Steffen war alleine dort. Eigentlich war ja ein gemeinsamer Ausflug nach Montevideo geplant, nun kamen aber die Schwierigkeiten mit den Ziegen und die Zwillingsgeburt bei den Schafen dazwischen, sodass  ich es vorzog, zu Hause zu bleiben und mich um die Tiere zu kümmern. Das Lämmchen ist leider gestorben, es war einfach zu klein und schwach. Die Zicklein sind mittlerweile alle sehr fit und haben sich an den Tagesablauf gewöhnt. Sie folgen auf mein Rufen und können nun ohne Probleme mit der Herde auf die Weide. Auch wenn sie mal ihre Mamas verlieren, was ziemlich oft vorkommt, weil ja alles so furchtbar interessant ist und sie gerne in die entgegengesetzte Richtung laufen, finden sie immer wieder zurück. Eine weitere Hürde ist geschafft und ich kann mich nun wieder vollauf der Gartenarbeit widmen, ohne ständig nach den Tieren sehen zu müssen.

Steffen ist jetzt mit dem Acker beschäftigt. Der Futterklee ist gut gewachsen, allerdings auch sehr viel Unkraut. Nach Rücksprache mit den Spezialisten der Genossenschaft, der wir als Bauern angehören, wurde beschlossen, noch einmal Unkrautvernichtungsmittel zu spritzen. Das wird heute auf den gesamten 40 Ha verteilt, sodass wir auch auf den verbliebenen 20 Ha, nachdem alles unkrautfrei ist, Soja anpflanzen können. Wir haben lange überlegt, was wir anpflanzen sollen. Die Nachfrage nach Soja ist weiterhin sehr hoch und damit die Garantie, daß wir die Ernte auch gut verkaufen können. So haben wir die Anbauflächen gut aufgeteilt. Der Futterklee bleibt die nächsten fünf Jahre stehen und wird drei mal jährlich abgemäht und in praktische Pakete verpackt, die sich nach Bedarf verkaufen lassen und zusätzlich als Winterfütterung für unsere eigenen Tiere geeignet sind.  Nach dem Soja kann dann im nächsten Jahr Hirse oder Mais gepflanzt werden.

 

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